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Fusion von Hera System & LeoStella

Die Unternehmen Hera Systems und LeoStella, die sich auf die Herstellung von Kleinsatelliten spezialisiert haben, haben eine Kooperation geschlossen, um gemeinsam um einen bedeutenden militärischen Vertrag zu konkurrieren. Dieser Vertrag soll im Herbst von der U.S. Space Development Agency (SDA) vergeben werden.

Am 28. August haben die beiden Unternehmen bekannt
gegeben, dass sie mit einem nicht näher genannten Hauptauftragnehmer zusammenarbeiten, um sich um die SDA Tranche 2 Transport Layer Alpha zu bewerben. Bei diesem Projekt geht es um die Beschaffung von insgesamt 100 Satelliten, die auf zwei Teams aufgeteilt werden sollen.

Die SDA arbeitet an einer umfangreichen Satellitenkonstellation namens "Proliferated Warfighter Space Architecture". Diese Konstellation besteht aus einem Transport Layer, der aus miteinander vernetzten Kommunikationssatelliten besteht, sowie einem Tracking Layer, der aus Satelliten zur Erfassung und Warnung vor Raketenangriffen besteht.

Die beiden Unternehmen Hera Systems mit Sitz in San Jose und LeoStella mit Sitz in Tukwila, Washington, haben vor, gemeinsam Satellitenbusse herzustellen. Diese sollen nicht nur für die SDA, sondern auch für andere Regierungs- und Geschäftskunden entwickelt werden.

Leoness Satelliten-Bus

Im Angebot, das sie im späten Juli bei der SDA eingereicht haben, stellen Hera Systems und LeoStella den Leoness-Satellitenbus zur Verfügung, der von Hera Systems entworfen wurde, erklärte Roger Roberts, der CEO von Hera Systems. Dieser Leoness-Bus wurde für das Tetra 5 In-Orbit-Tankexperiment der US Space Force ausgewählt, das für das Jahr 2025 geplant ist.

LeoStella, ein Gemeinschaftsunternehmen von Thales Alenia Space und dem auf geoinformationsbasierten Aufklärungsdiensten spezialisierten Unternehmen BlackSky, hat in seiner Fabrik überschüssige Kapazitäten und ist auf der Suche nach Möglichkeiten im Verteidigungsmarkt.

"Diese Kooperation ermöglicht es uns, gemeinsam Kapazitäts- und Lieferkettenrisiken anzugehen, mit denen andere Hersteller individuell konfrontiert sind", sagte Roberts.

Tim Kienberger, der CEO von LeoStella, erklärte, dass die SDA eine Vielfalt von Zulieferern benötigt, um den ehrgeizigen Zeitplan für den Start von Hunderten von Satelliten in den kommenden Jahren einzuhalten. Die Agentur hat ein besonderes Augenmerk auf Preis und Zeitplan gelegt, so Kienberger. "Die SDA strebt danach, die Preise und Effizienz des kommerziellen Marktes zu nutzen."

Roberts erläuterte, dass die Partnerschaft mit LeoStella dazu dient, "reale Herausforderungen anzugehen, wie wir wissen, insbesondere Herausforderungen in den Bereichen Lieferketten und Zeitplan" innerhalb der Branche insgesamt.

Kienberger betonte, dass die Vereinbarung mit Hera Systems es LeoStella ermöglichen wird, weiterhin Satelliten für kommerzielle Kunden herzustellen und gleichzeitig den Zeitplan der SDA einzuhalten, sollten sie einen Vertrag von der Agentur erhalten.

Quellenangabe:
https://spacenews.com/hera-systems-and-leostella-team-up-to-compete-for-military-satellite-orders/